Unsere jungen Dachse stellen sich vor: Landesklasse beim SVH

Unsere jungen Dachse stellen sich vor: Landesklasse beim SVH

Vor dem wichtigen Heimspiel der 1. Männer gegen den Rostocker FC II (So, 4.10., 14 Uhr) gibt es für euch wieder ein Interview mit Stimmen direkt aus der Mannschaft.

Heute stellen wir euch zwei Jungspunde vor, die viel zum bisherigen Erfolg der 1. Männer beigetragen haben: Lucas ‚Luci‘ Assmann (l.) und Christoph ‚Hasi‘ Hofmann (r.)

Wenn ihr auch wissen wollt, ob der Trainer bei der Aufstellung an ‚Hasi‘ überhaupt noch vorbei kommt und welchen Tipp er künftigen A-Junioren für den Sprung in den Herren-Bereich gibt oder wie ‚Luci‘ die Sache mit den Spielertrainern und das Erfolgsgeheimnis der M1 sieht, dann bitteschön. Alles drin.

Viel Spaß beim Lesen – und am Sonntag könnt ihr sie auch live sehen im Stadion Schiffahrt-Hafen.

Hafen: Luci, Sonntag gegen Tessin musstest du verletzungsbedingt leider früh vom Platz. Trotzdem haben die Jungs es gepackt und ihr seid jetzt Tabellenführer. Wie fühlt es sich an und wie geht’s deiner Verletzung?
Luci (21): Natürlich war das ärgerlich so früh runter zu müssen, gerade in so einem Topspiel. Aber die Mannschaft hat das super gemacht und auch hochverdient gewonnen.
Es fühlt sich sehr gut an, Tabellenführer zu sein, wir müssen uns aber darauf konzentrieren unsere Leistungen zu bestätigen und nicht überheblich zu werden und dann werden wir auch am Ende der Saison weit oben stehen.
Der Knöchel ist noch ein bisschen dick und tut weh, aber es wird von Zeit zu Zeit besser und gegen RFC kann ich wieder 100% geben.

Hafen: Hasi, mit dir in der Aufstellung hat die Schiffahrt-Elf diese Saison immer gewonnen. Zufall oder was macht dich so wichtig? Kommt der Trainer überhaupt daran vorbei dich aufzustellen?
Hasi (18): Ich denke beim Fußball ist immer die ganze Mannschaft für die guten Ergebnisse zuständig. Ein Spieler alleine kann in einzelnen Aktionen den Unterschied machen, jedoch hängt der Erfolg immer von der Arbeit der ganzen Mannschaft ab.
Trotzdem freue ich mich, dass ich das Vertrauen des Trainers für jedes Spiel bekomme und auch gute Leistungen auf verschiedenen Positionen abrufen kann.
Des Weiteren haben wir diese Saison einen breiten Kader in dem jeder Spieler gut durch einen zweiten ersetzt werden kann. Somit muss sich jeder Spieler aufs Neue im Training beweisen, um sich seinen Platz in der Startelf zu sichern.

Hafen: Der breit aufgestellte Kader scheint einer der Erfolgspunkte zu sein. Luci, was macht die Mannschaft für dich besonders gut in dieser Saison bzw. wo kann sie sich noch verbessern? Und: Du selbst spielst auf der Außenbahn, wo siehst du deine Stärken und wo noch Entwicklungspotential?
Luci: Das besondere an unserem Kader ist die Mischung von Jung und Alt. Wir haben mit beispielsweise Martin einen sehr erfahrenen Mann im Mittelfeld, der die Mannschaft motivieren und lenken kann. Wir haben aber auch viele noch sehr junge Spieler, wie Hasi, Marou oder mich, die frischen Wind in das Spiel bringen und Akzente setzen können.
Verbessern könnten wir denke ich die Kommunikation in manchen Situationen, denn mit der richtigen Kommunikation hätte man diese Saison ein paar Gegentore verhindern können. Ansonsten denke ich aber, dass wir wirklich das Potenzial haben oben mitzuspielen.
Meine Stärken sind auf jeden Fall in der Bewegung nach vorne, ich kann viel Tempo auf der Außenbahn machen und somit sind wir auch für Konter sehr gut gerüstet.
Schwächen habe ich jedoch in der Rückwärtsbewegung bzw. im Defensiv-Verhalten. Und daran muss ich vor allem im Training arbeiten.

Hafen: Das klingt sehr selbstkritisch, was in unserem Sport ja nicht immer anzutreffen ist. Wo hast du das Fußball spielen eigentlich gelernt und wie hat‘s dich letzte Saison zu Schiffahrt verschlagen?
Luci: Gelernt habe ich es bei Papendorf in der E-Jugend. Bevor ich zu Hafen gewechselt bin, habe ich bei Förderkader gespielt. Doch hat mir da das Klima innerhalb der Mannschaft und mit dem Trainer nicht so gut gefallen. Nach dem Training mal sitzen und quatschen oder Ähnliches gab es dort gar nicht.
Weiterhin spielten und spielen immer noch viele Freunde von mir beim SV Hafen, was ein weiterer Grund für den Wechsel war.
Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe, denn in unserer jetzigen Mannschaft fühle ich mich sehr wohl. Das Klima untereinander ist hervorragend und dies hatte ich noch nie in irgendeinem früheren Verein.

Hafen: Hasi, Du spielst bei Hafen seit der F-Jugend. Damit gehörst du schon ewig zum Verein und warst im letzten Jahr Kapitän der A-Jugend. Kannst du dir vorstellen in den kommenden Jahren eine Führungsrolle in der Mannschaft zu übernehmen? Und was würdest du anderen A-Junioren auf den Weg mitgeben, wenn sie vor ihrem ersten Jahr in der Herren Mannschaft stehen?
Hasi: Ich könnte es mir gut vorstellen solche Positionen zu übernehmen, jedoch würde ich auch sagen, dass ich noch einige Zeit brauchen werde. Die Umstellung vom Junioren Bereich zu den Männern ist doch ein sehr großer Sprung. Deshalb muss ich selber noch einiges lernen und Erfahrung sammeln.
Ein Tipp von mir wäre, dass sich die A-Jugend Spieler in ihrer letzten Saison mehr auf das körperliche Spiel einstellen sollten. Ich habe selber mitbekommen wie groß der Unterschied ist.

Hafen: Jetzt mal etwas Persönliches: Wir stellen uns einen Tag mit Sauwetter und einen strahlenden Sommertag vor. Hasi, was machst du an solchen Tagen, wenn kein Training oder Schiffahrt-Spiel ist?
Hasi: Also bei Sauwetter wäre ich mit Sicherheit zu Hause oder bei meiner Freundin. Außerdem bietet es sich immer an Bundesliga zu gucken oder auch NFL. Bei gutem Wetter fahre ich gerne an den Strand oder gehe gelegentlich auch mit Freunden Bolzen. Zudem muss ich mich neben dem Training auch immer stark auf mein Studium bei der Polizei konzentrieren, dass ich dieses Jahr anfange.

Hafen: Dann scheint Sport bei dir in allen Lebenslagen eine Rolle zu spielen. Ist das bei dir auch so, Luci? Wie sieht deine Zeit abseits des Fußballplatzes aus?
Luci: Ähnlich wie bei Hasi. Freizeit verbringe ich meist mit meiner Freundin oder beim Fußball gucken mit Kumpels. Nebenbei studiere ich noch!

Hafen: Nochmal zurück zur M1: Wie hast du den Neuanfang SVH mit Spielertrainer am Anfang gesehen und wie siehst du es jetzt?
Luci: Ehrlich gesagt habe ich anfangs meine Zweifel gehabt, ob das mal dem Spielertrainer klappt. Ob alle aus der Mannschaft den nötigen Respekt zeigen. Ich konnte mir das ohne Trainer nicht vorstellen. Bestimmt auch, weil ich selbst noch nie einen Spielertrainer hatte.
Aber im Nachhinein bin ich sehr überrascht wie gut es momentan läuft. Martin ist ein hervorragender Trainer, jemand der Ahnung hat, welche Übungen wichtig sind. Wie man die Mannschaft motiviert. Er ist auf einer Art ein Kumpel-Typ, kann aber auch deutlich zeigen, wenn ihm was nicht passt.
Ich bin froh, dass es so gekommen ist, wie es jetzt ist.

Hafen: Hasi, Nach 6 Siegen aus den ersten 7 Pflichtspielen, stehen die nächsten Aufgaben mit dem Derby und danach der zweiten Pokalrunde bevor. Wie schätzt du die nächsten Wochen ein und was sind die Ziele?
Hasi: Ich denke, es werden keine leichten Spiele, da man keinen Gegner in unserer Liga unterschätzen darf. Das bedeutet für uns als Mannschaft, dass wir im Training alles geben müssen und uns auf beide Spiele gut vorbereiten müssen, da keine der Mannschaften uns etwas schenken wird. Deswegen ist es meiner Meinung nach auch wichtig an jedes Spiel mit der gleichen Motivation und Konzentration heranzugehen.
Als Ziele sehe ich natürlich 2 Siege, um in der Saison die Tabellenspitze zu sichern und im Pokal eine Runde weiter zu kommen.

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