D2: Es gibt so Tage…

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Die erste Saison auf Landesebene backt man kleinere Brötchen. Als junger Jahrgang sowieso. Das Lernen steht im Vordergrund und aus Niederlagen lernt man am Meisten. Ist nix Neues. Aber gewinnen fetzt auch! Erst recht, wenn man nicht das schwächere Team ist. So lief es oft die ersten vier Spieltage für unsere 2005er in der Landesliga Staffel I. Und somit befand man sich mit einem Pünktchen aus vier Spielen am hinteren Ende des Tableaus. Nicht viel falsch gemacht, aber doch irgendwie nix Zählbares. Die Punkte bekommt ja nun mal das Team mit den meisten Toren, nicht das Team mit den meisten Chancen.

Nun erwartete man auf heimischen Geläuf die Vertretung des Rostocker FC. Leistungsmäßig ist die Truppe des Platznachbarn vom Damerower ungefähr auf Augenhöhe, letzte Saison konnte man das Team zwei Plätze hinter der Hafen Truppe in der Saisonabschlußtabelle finden. Der RFC war mit 3 Siegen und einer Niederlage gestartet. Das spiegelte sich allerdings anfangs auf dem Platz überhaupt nicht wieder. Oskar im Tor muss in der ersten Hälfte nur einmal beherzt zupacken, ansonsten spielte nur ein Team. Das war das Blaue. Aber die Kotzian Truppe bringt den Ball derzeit nicht im Tor unter. Die Eltern am Seitenrand unken schon „das kennen wir doch…“. Die vielbeinige Abwehr, Jonas im Tor des RFC, ein Querpass am Strafraum zuviel oder aber zu wenig Zielwasser verhindern die längst fällige Führung. So geht es mit einem 0:0 zum Pausentee.

Die zweite Hälfte beginnt wie die zweite aufgehört hat. Aber mit dem Glück des Tüchtigen bugsiert das Team den Ball nach einem schönen Spielzug dann doch über die Linie. 1:0! Das gibt Sicherheit. Denkste! Hafen bleibt nervös, der RFC wird besser, wittert Morgenluft. Und erzielt aus dem Nichts den Ausgleich! Der Fernschuß wäre einen Meter ins Aus gegangen, kommt aber direkt auf einen Hafenspieler auf Augenhöhe zugeflogen, der sich reflexartig wegdreht. Von der Schulter/vom Rücken springt der Ball direkt ins Tor…Autsch! Nun war die Nervosität zu spüren, Hafen spielt trotzdem weiter nach vorne, oft trickreich angetrieben von Erfan. Der RFC verteidigt das glückliche Unentschieden mit Mann und Maus und hohen Bällen. Hektik auf beiden Trainerbänken, wie oft in den Damerower Weg Duellen, es herrscht Uneinigkeit bzgl. der Regelkunde. Einer dieser langen Befreiungsschläge landet in der Hafen Hälfte in der Nähe der Seitenlinie. Der Abwehrspieler entscheidet sich gegen den sicheren Paß ins Seitenaus und will den Ball im Spiel halten. Aber der Rückpaß zum Torhüter Oskar gerät zu kurz. Alex vom RFC ist auf Zack, kann den Ball erlaufen und schiebt zum 1:2 ein. Noch Fünf Minuten, aber das Team war durch. Nach dem Abpfiff musste das Team nicht nur getröstet, sondern komplett in den Arm genommen werden.

Was bleibt? Mal wieder die bittere Erkenntnis, das man mit der besseren Spielanlage, mehr Engagement, mehr Ballbesitz und mehr Torchancen eben auch verlieren kann. Das Trainerteam hat eigentlich nicht viel mehr zu tun, als die Truppe aufzubauen. Das Team muss mehr Mut und Entschlossenheit vor dem Tor zeigen. Dann kann man auch in dieser Landesliga punkten, das hat das auf dem Platz jederzeit faire Derby gegen den RFC eindeutig gezeigt. Glückwunsch an den RFC zum Sieg. Glückwunsch an unsere Truppe für ein spielerisch attraktives Match. Das mit dem Gewinnen kommt schon noch…es gibt so Tage…

TG

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