Zu Hause bei den Schumachers: Landesklasse beim SVH

Zu Hause bei den Schumachers: Landesklasse beim SVH

Schiffahrt-Interview mit den Schumachers!

Vor dem Spiel der 1. Männer beim FSV Dummerstorf (Sa, 19.11., 13:30 Uhr) gibt es wieder ein Interview mit Stimmen direkt aus der Mannschaft.

Dieses Mal sind es Theo (l.) und Harri Schumacher (r.). Die beiden Jungs geben euch einen Einblick wie es ist, als Brüder in einer Fußballmannschaft auszukommen. Zum Beispiel welche Sachen sie sich voneinander abschauen, was sie gegenseitig am anderen noch zu bemängeln haben, was Harri für ein begnadeter Tänzer ist und wie Theo mittlerweile zu einer festen Säule in der Mannschaft geworden ist.

Viel Spaß beim Lesen!

SV Hafen: Oh weh, was ein Debakel beim letzten Spiel in Papendorf. War das Spiel so grauenvoll, wie das Ergebnis vermuten lässt, Theo? Was war los auf dem Platz?
Theo: Das Spiel in Papendorf war natürlich eine große Enttäuschung für uns. Angesichts des bisherigen Saisonverlaufs hatten wir uns mehr vorgenommen. Wir wussten aber, dass Papendorf besser ist, als es der Tabellenplatz aussagt. Insofern waren sie der erwartet schwere Gegner. Uns gelang auf dem Platz dann absolut nichts. Papendorf kam immer wieder gefährlich vor unser Tor und wir sind mit dem Ergebnis noch gut bedient. Was wir da gemacht haben, sah wohl mehr nach Eiskunstlauf aus. Dennoch können wir mit der bisherigen Hinrunde zufrieden sein. Diese Klatsche wird uns nicht umhauen. In der Rückrunde werden auf der heimischen Hafen Kampfbahn dann hoffentlich ein anderes Bild gegen Papendorf abgeben.

SV Hafen: Harri, trotz Verletzung bist du fast jedes Spiel als Zaungast dabei. Wie geht’s deinem Fuß und wie hast du das Spiel von außen gesehen?
Harri: Ich habe heute das zweite Mal meine Runde abgejoggt. Es geht also aufwärts. Nächste Woche versuche ich es wieder im Training. In Papendorf war ich natürlich auch dabei. Als Außenstehender der nicht gespielt hat, möchte ich nicht viel zum Spiel sagen. Wir Zaungäste hatten von vornherein ein schlechtes Gefühl. Auch die Spiele davor lief es nicht mehr ganz so gut, wie am Anfang und die Gastgeber haben dann auch einfach mehr Engagement gezeigt. Ich hoffe jetzt geht noch mal ein Ruck durchs Team. Wir haben viele Spiele gedreht in der Hinrunde. Kampfgeist ist also eigentlich vorhanden. Ich bin sicher am Wochenende sehen wir wieder eine kämpfende Truppe und einen Sieg.

SV Hafen: Wir freuen uns, dass du wieder auf dem Wege der Besserung bist. Du hast ja die ersten Spiele alle gespielt. Und das obwohl du nach der letzten Saison kurz vor dem Weggang vom SVH standest. Was hat sich für dich in dieser Saison grundlegend geändert?
Harri: Ich spüre das Vertrauen der Mannschaft und des Trainerteams. Es macht Spaß beim SVH zu trainieren und ich habe das Gefühl, jeder Spieler bekommt seine Chance. Wer oft und hart trainiert, dessen Zeit kommt dann irgendwann auch auf dem Platz.
SV Hafen: Theo, wie sieht der Plan fürs Nachholspiel am Samstag gegen den FSV Dummerstorf aus? Inwieweit kommt es euch zu Gute, dass dieses Spiel auf Kunstrasen stattfindet? Schließlich trainiert ihr dort jedes Mal.
Theo: Gegen Dummerstorf wollen und müssen wir unbedingt eine andere Leistung zeigen als zuletzt. Wir haben eine geile Truppe zusammen, die gegen Dummerstorf das bestmögliche rausholen wird. Für mich als passionierten Grätscher wäre der Rasen wohl die bessere Variante. Aber insgesamt denke ich, dass wir auf beiden Geläufen gut aufgelegt sind. Wir sind Zuhause ungeschlagen und das wollen wir bleiben, egal ob auf Kunstrasen oder Rasen.
(Anm. der Redaktion: Mittlerweile wurde das Spiel nach Dummerstorf verlegt)

SV Hafen: Theo, du bist nun im zweiten Jahr im Männerbereich auch zum zweiten Mal im Mannschaftsrat. Man könnte sagen, dass du schon jetzt eine feste Säule der Truppe bist. Wie war und ist es für dich schon mit jungen Jahren Verantwortung in der Mannschaft zu übernehmen? Kannst du dir als junger Dachs auch bei den älteren Spielern Gehör verschaffen?
Theo: Ich bin natürlich schon ein bisschen stolz darauf, dass ich jetzt bereits zum zweiten mal in den Mannschaftsrat gewählt wurde. Ich denke, dass eine meiner Qualitäten die Kommunikation auf dem Platz ist. Ich versuche viel zu sprechen und dadurch meinen Mitspielern zu helfen und sie besser zu machen. Manchmal schieße ich dabei etwas übers Ziel hinaus, aber dann fangen mich die alten Hasen schnell wieder ein

SV Hafen: An euren Nachnamen und auch optisch ist es kaum zu übersehen, dass ihr euch schon eine Weile zu kennen scheint. Das Fußballspielen habt ihr beim FC Schönberg 95 gelernt und spielt nun zusammen im Männerbereich beim SVH. Ist es etwas Besonderes als Brüder zusammen zu spielen und wie schätzt ihr die Stärken und Potentiale des jeweils anderen ein?
Harri: Der Stellenwert von Theo lässt sich schon daran ablesen, dass er meist nur Harri’s-Bruder genannt wird. Ich habe mich lange darauf gefreut mit ihm zusammen spielen zu dürfen. Schließlich bin ich der Ältere. Und genau darum ist es auch oft gar nicht so einfach für mich, mit Theo in einem Team zu sein. Oft hat man das Gefühl immer noch ein Vorbild als großer Bruder sein zu müssen, dabei ist Theo längst ein technisch guter und besserer Spieler als ich. Doch er könnte ein sehr guter sein, wenn er 10-15 Kilo abspecken würde. So können wir uns immer noch gegenseitig hochpushen.
Theo: Ich hab mich sehr gefreut, als Harri sich entschieden hat zu uns zu wechseln. Ich denke, dass man sich von ihm in Sachen Zweikampfverhalten und Einsatzbereitschaft viel abschauen kann. Er ist ein richtig harter Knochen, der keinen Ball verloren gibt. Diese Mentalität hat mir lange gefehlt, aber im Training ist mein Ehrgeiz groß, mich mit meinem älteren Bruder zu messen. Durch ihn bin auch ich ein Stück bissiger geworden. Ich denke, dass wir relativ unterschiedliche Spielertypen sind, die sich super ergänzen können. 10-15 Kilo halte ich für ein bisschen übertrieben, aber so ein paar Gramm weniger könnten es schon sein. Ich hoffe, dass er bald wieder fit ist, sodass wir uns wieder auf dem Trainingsplatz harte Duelle liefern können. An seiner Verletzung hab ich ja auch einen kleinen Anteil.

SV Hafen: Wie du schon sagst, sportlich scheint ihr euch ja hier und da zu unterscheiden. Beruflich bzw. Studiums mäßig schlagt ihr allerdings einen ähnlichen Weg ein. Habt ihr da schon immer ähnliche Interessen gehabt? Könnt ihr ein paar Worte darüber verlieren und wie sieht generell euer Alltag abseits des Fußballplatzes aus?
Theo: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir bei der Studiumswahl an den jeweils anderen gedacht haben. Ich habe großen Respekt davor, dass Harri sich für das Fach Mathematik entschieden hat. Das fällt mir nämlich besonders schwer. Aber auch davon hab ich während meiner Abiturzeit viel von seiner Mathe Nachhilfe profitieren können. Abseits des Fußballplatzes bin ich mit studieren beschäftigt, oder treffe mich mit Freunden zum fröhlichen Beisammensein. Ansonsten bleibt nicht viel Zeit, aufgrund der Doppelbelastung im Verein.
Harri: Trotzdem studieren wir ja beide in Richtung Pädagogik. Theo ist da sicherlich gut aufgehoben. Er kann gut mit Menschen umgehen. Neben dem Platz mach ich weiterhin gerne Sport. Triathlon, Klettern und im Urlaub wird meist das Fahrrad oder ein Kajak benutzt. Außerdem gehe ich regelmäßig zum Tanzen. Mit Vorliebe sämtliche Formen des 20er Jahre Swing. Aber auch alle anderen Formen in Latein und Standard. Folglich findet man mich häufig auf den Oldie-Floors, vorzugsweise mit meinem Bruder.

SV Hafen: Theo, wo siehst du die 1. Männermannschaft am Ende der Saison und was wirst du tun, um das zu erreichen?
Theo: Vor der Saison war mein Ziel, mit der Mannschaft den Klassenerhalt zu erreichen. Dass wir jetzt doch weiter oben stehen, ist für mich eher überraschend. Wir haben nach dem Abstieg einen großen Schnitt gemacht, haben viele junge Spieler im Kader, zu denen auch ich gehöre. Ich denke, dass wir vom Ziel Klassenerhalt nicht abrücken sollten. Gegen Papendorf hat man gesehen, dass uns die Konstanz für ganz oben noch fehlt. Ich persönlich will meine Trainingsbeteiligung weiterhin hoch halten und in jeder Einheit und im Spiel Vollgas geben.

SV Hafen: Und Harri, was wäre denn dein Wunsch für dich selbst und die Mannschaft im weiteren Saisonverlauf?
Harri: Ich weiß, dass ich mich erstmal wieder hinten anstellen muss und will die Wintervorbereitung nutzen, um mich in die erste Elf zu spielen.
Das Team wird hoffentlich noch eine Menge Siege einfahren. Aus diversen Gründen fehlten zuletzt häufig Spieler. Mit einer guten Trainingsbereitschaft wird Hafen sich hoffentlich im oberen Drittel festsetzen.

SV Hafen: Vielen Dank für das Interview!

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